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Ortsvorsteher informiert:

Hoof verliert seine Dorfwerkstatt –  wegen fehlender Unterstützung durch den Bürgermeister!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,                                                                                      

ich informiere Sie heute über die Auflösung der IG Dorfwerkstatt Hoof.  

Am 27.3.25 stimmte unser Ortsrat einstimmig einer Aufwertung unserer Rad-Station am Ortseingang (Höhe Bunker) zu, dank 10.000 Euro zugesagten Fördermitteln des Umweltministeriums. Ein Antrag hierzu über die Stadt St. Wendel war nötig, da die IG kein gemeinnütziger Verein ist. Anfang Dezember übergab ich als Ortsvorsteher und Mitglied der der IG den fertigen Antrag der Stadtverwaltung. Am 19.12.25 hieß es per E-Mail, der Antrag werde nicht an das Ministerium weitergeleitet; stattdessen könne er über einen gemeinnützigen Verein des Dorfes gestellt werden. Die Freigabe des städtischen Geländes wurde grundsätzlich erteilt.

Die Ablehnung der Weiterleitung durch die Kreisstadt blieb unbegründet. Es fand keine sachliche Auseinandersetzung mit dem konkreten Antrag statt. Die Verlagerung der Verantwortung auf Vereine ersetzt nicht die kommunale Verantwortung für Förderung und Erhalt des dörflichen Lebens. Formal erleichtert die Freigabe des Geländes zwar, zeigt aber Rückzug aus der Mitverantwortung.                                                                                        

Die Absage ist politisch bedeutsam: Die IG Dorfwerkstatt Hoof löst sich jetzt auf. Neun Ehrenamtliche hören auf, nicht aus Frust, sondern weil politische Rückendeckung fehlt. Die Dorfwerkstatt hatte vertraglich mit der Stadt St. Wendel kooperiert und Infrastruktur geschaffen und vor allem gepflegt, weil andere im Dorf sich dazu nicht mehr in der Lage sahen. Mit dem Wegfall der Ehrenamtlichen verlieren wir Arbeitskraft, Kompetenz, Verantwortung und soziale Bindung.                                                                                       Das Projekt Rad-Station war konkret. Es sollte unseren Ortseingang an dieser Stelle weiter aufwerten. Es waren vier Gewerke geplant: Abriss der maroden Schutzhütte samt einem Neubau an gleicher Stelle. Daneben sollte eine Infotafel den Saarlandradweg, der an dieser Stelle vorbeiführt, ergänzen. Auf der dortigen Verkehrsinsel sollte eine große Symbolfigur (trinkende Radfahrerin) die ankommenden RadfahrerInnen begrüßen. Weiterhin war beantragt, den Bunker in diesem Bereich mit einem modernen Gemälde aufzuwerten. Zusätzlich hatte der ADAC die Aufstellung einer Rad-Reparaturstation in Aussicht gestellt!

Nun wird Verantwortung für Pflege und Unterhalt auf andere Akteure abgewälzt. Denn aufgrund vertraglicher Vorgaben früherer Fördermittelgeber müssen die vorhandenen Ensembles und Anlagen dauerhaft renoviert, gepflegt und unterhalten werden.          

Zudem gab es diverse Diebstähle und Beschädigungen an IG-Projekten! Ehrenamtliche leisteten Eigen- und Zeitaufwand. Ohne politische Rückendeckung wird das ehrenamtliche Netzwerk zerschlagen. Die Entscheidung schwächt unser Dorf, entmutigt Engagement und untergräbt Vertrauen. Wer das Ehrenamt stärken will, muss sich fragen, wie glaubwürdig solche Aussagen künftig noch sind.    

Gernot Müller, Ortsvorsteher

Marodes Dach!
Dacheindeckung nach 13 Jahren schadhaft!
Hakenkreuz an der Decke im Innern der Hütte

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Die Scheiben wurden mehrfach eingeschlagen!

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